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Meisterfeier II

16. Mai 2011

Hallo,

puhh, das war ein Wochenende. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was bei uns gestern los war. Ich kann euch gar nicht sagen, wie viele Leute gestern bei uns in der Notaufnahme waren.

Zum Glück waren es wirklich keine dramatischen Sachen. Aber natürlich gab es viele kleine Verletzungen, Schnittverletzungen, Betrunkene etc. das Übliche eben. Es war wirklich die Hölle los. Ich bin sogar noch dort geblieben, nachdem meine Schicht zu Ende war, weil ich ein schlechtes Gewissen gehabt hätte, meine Kollegen in dem Chaos zu Ende zu lassen.

Aber insgesamt scheint ja die Meisterfeier ein großer Erfolg gewesen zu sein ohne große Zwischenfälle. Mein Freund war natürlich mit seinen Kumpels auch bei der großen Feier. Die hatten sogar noch Karten für die Übergabe der Meisterschale am Samstag im Signal Iduna Park bekommen. Ich glaube über Kleinanzeigen Dortmund sind die irgendwie an diese Tickets gekommen, die ja scheinbar jeder haben wollte.

Mein Freund war völlig begeistert. Er meinte, so eine gute Party hätte er noch nie gefeiert.

Na toll, da hätte ich doch auch gerne mitgefeiert, anstatt die Versorgung der Zerfeierten in der Notaufnahme zu machen.

Jetzt habe ich aber erstmal zwei Tage frei. Das habe ich mir auch wirklich verdient. Ich habe in den letzten Tage so unglaublich viele Stunden gemacht. Heute Nachmittag gehe ich erstmal mit einer Freundin ganz schön Kaffee trinken und Kuchen essen. Man muss es sich ja mal gutgehen lassen.

Und für morgen ist Wellness angesagt. Da gehe ich erst zur Massage und dann bekomme ich einen neuen Haarschnitt.

Ich kann euch gar nicht sagen, wie ich mich freue, grade nicht arbeiten zu müssen.

Lasst es euch auch gut gehen.

Ich bin jetzt off.

Meisterfeier

16. Mai 2011

Hallo,

wie es aussieht wird Dortmund ja wieder eine große Meisterfeier veranstalten können.

Ich bin ja eigentlich gar keine Fußballfan, aber so ab und an gehe ich mit meinem Freund ja schon ins Stadion. Die Stimmung ist doch immer wieder überwältigend.

Ich kann jetzt aber nicht behaupten, dass ich mich über die Meisterschaft bzw. das was da als Rattenschwanz dran hängt besonders freuen würde.

Denn für die Notaufnahme ist das der pure Horror. Ich hoffe nur, dass ich an dem Tag nicht arbeiten muss, aber so wie es aussieht werde ich glaube ich nicht drumherum kommen.

Wir haben ja meistens schon Hochbetrieb bei uns, wenn nur ganz normale Spiele sind.

Wenigstens ist keine andere Mannschaft in der Stadt, mit der sich die Fans prügeln können, aber bei den Massen an Menschen, die zu der Feier erwartet werden, wird bei uns so oder so den ganzen Tag Alarm sein. Da hilft eigentlich nur Zähne zusammenbeißen und durch.

Ich hoffe wir bekommen noch ein bisschen Unterstützung von Externen, also freien Krankenschwestern, damit wir das alles schaffen.

Ich will aber auch gar nicht jammern, irgendwie wird es schon gehen.

Heute habe ich frei. Das war aber auch mal richtig nötig. Ich hatte die letzten vier Tage Nachtschicht, da geht man irgendwann schon ein wenig auf dem Zahnfleisch, weil man sich natürlich nicht so schnell umstellen kann mit seinem Schlafrhythmus. Deswegen habe ich heute erstmal so richtig ausgeschlafen und heute Abend werde ich richtig schön mit meinem Freund kochen. Ich werde gleich noch Spargel und Erdbeeren kaufen und dann können wir es uns heute Abend richtig schön gemütlich machen.

Schwester Helen

16. Mai 2011

Hallo,

ich bin die Helen aus Dortmund. Ich bin 35 und arbeite als Krankenschwester in den Städtischen Kliniken hier in Dortmund.

Auch wenn das viele nicht so richtig glauben, aber Krankenschwester ist ein ziemlich harter Job.

Zum einen hat man Schichtarbeit, zum anderen steht man immer unter Strom, weil so viel zu tun ist und man sich immer um viele Leute kümmern muss.

Früher habe ich als Intensivschwester gearbeitet. Das war wirklich extrem hart, weil man immer im Hinterkopf hat, dass das was man tut in jedem Fall über Leben und Tod bestimmt. Mittlerweile habe ich mich in die Notaufnahme versetzten lassen.

Da hat man es meistens nicht mit so schlimmen Sachen zu tun und man sieht die Leute auch nur kurz.

Ja, das hört sich jetzt ganz danach an, dass mein Leben nur von meiner Arbeit bestimmt wird. Das stimmt aber nicht ganz. Klar arbeite ich viel, aber ich habe auch Hobbies und unternehme viel in meiner Freizeit.

Eigentlich versuche ich so viel Zeit wie möglich draußen zu verbringen und neue Sachen zu erkunden. Ich lebe zwar schon lange hier in Dortmund, aber trotzdem gibt es immer wieder neues zu entdecken.

Das ist wirklich der Vorteil an einer Großstadt, dass es so viele Möglichkeiten gibt. Ich könnte mir gar nicht vorstellen, irgendwo in so einem kleinen Dorf zu leben. Ich würde mich da wahrscheinlich zu Tode langweilen.

Ich habe einige Freundinnen, die jetzt mit ihrer Familie aufs Land gezogen sind, weil es da ruhiger ist und man dort günstiger bauen kann.

Das wäre nichts für mich, aber ich habe ja auch noch keine Familie. ;-)



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